Ich war im Auto meines Mannes unterwegs. Nun, da sind schon mehr Schalter und Tasten als in meinem Wagen. Aber da ich lasse einfach die Finger davon. Als ich nun den Radiosender wechseln wollte, bin ich wohl auf eine dieser mysteriösen Tasten gekommen und im Display zeigte es ein grünes Lenkrad an. Grün kann ja nicht schlecht sein, dachte ich, wenn es rot wäre, dann müsste ich mir wahrscheinlich Sorgen machen. Ich merkte beim Lenken einen Widerstand. Es kam mir so vor, als wollte das Auto irgendwie anders fahren als ich. Immer wieder lenkte ich, manchmal absichtlich, dagegen, obwohl ich nicht müsste, der Kurs war ok. Zuhause erzählte ich meinen Mann, von dem seltsamen Verhalten des Autos. Er wusste sofort was los war. Nach einer kurzen Exkursion ins Reich der modernen Technik der Autowelt, erklärte er, dass das grüne Lenkrad eine Art von autonomem Fahren ist. Kurzversion für uns Frauen: Das Auto lenkt selber! Aber man kann jederzeit eingreifen, deshalb ist immer ein kleiner Widerstand zu spüren. Coole Sache, wenn ich dem Auto zu 100% vertrauen würde. So ähnlich ist es auch im Leben mit Jesus. Er gibt einen Kurs vor, den, wenn wir wollen einfach mitfahren können. Aber, ich biege manchmal irgendwo ab. Ich merke sofort, dass Jesus einen anderen Plan hatte, denn ab und an gibt es dann einen Widerstand und es läuft nicht so gut. Für Jesus ist das kein Problem, er geht den neuen Weg mit. Auch wenn sein Weg der bessere gewesen wäre. Gemeinsam kommen wir dann eben über ein paar Umwege auch ans Ziel. Es ist nicht so, dass das Leben immer glatt läuft, wenn wir in der Spur von Jesus fahren, aber es ist gut einen Partner zu haben auf den man sich zu 100% verlassen kann, auch wenn ich mal wieder plötzlich in eine andere Richtung fahre.
Nicole van Gent

„Der HERR aber, der selber vor euch hergeht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und erschrick nicht!“
(5. Mose 31,8)